Du liegst im Bett, bist müde – und trotzdem läuft dein Kopf weiter. Gedanken springen von einem To-do zum nächsten, und an Abschalten ist nicht zu denken. Eine Abendroutine mit Yin Yoga und Journaling kann dir genau dabei helfen, diesen Übergang bewusst zu gestalten.
Nach einem vollen Tag fällt es oft schwer, wirklich abzuschalten. Obwohl der Körper müde ist, bleibt der Kopf aktiv. Gedanken kreisen weiter, To-dos tauchen wieder auf, und der Griff zum Handy wirkt oft wie die einfachste Lösung.
Was dabei häufig fehlt, ist ein bewusster Übergang vom Tag in den Abend.
Eine kleine, ruhige Abendroutine kann genau hier ansetzen. Sie schafft einen klaren Abschluss und unterstützt dich dabei, Schritt für Schritt in die Entspannung zu finden – ohne Druck und ohne großen Aufwand.
Schritt 1: Ankommen mit Yin Yoga
Du brauchst keine lange Yogaeinheit, um am Abend zur Ruhe zu finden. Schon wenige Minuten in ruhigen Haltungen können dabei helfen, den Körper bewusst wahrzunehmen und den Tag langsam ausklingen zu lassen.
Gerade am Abend sind sanfte Positionen sinnvoll, in denen du länger verweilst und nichts erreichen musst. Es geht nicht darum, tief in eine Dehnung zu kommen, sondern darum, loszulassen und zur Ruhe zu finden.
Durch das längere Verweilen in den Haltungen entsteht mehr Ruhe im Körper – und oft auch im Kopf. Genau das macht Yin Yoga besonders passend für den Abend.
Diese Haltungen eignen sich besonders gut:
Kindhaltung (Balasana)
Eine ruhige, zurückgezogene Position, die dir dabei helfen kann, Abstand zum Tag zu gewinnen und dich nach innen zu richten.
Liegender Schmetterling (Supta Baddha Konasana)
Eine offene, entspannte Haltung, in der du deinen Atem gut wahrnehmen kannst und den Körper bewusst zur Ruhe kommen lässt.
Sitzende Vorbeuge (Paschimottanasana)
Eine eher nach innen gerichtete Haltung, die dich dabei unterstützt, den Tag abzuschließen und bei dir selbst anzukommen.
Bleibe jeweils etwa drei bis fünf Minuten in einer Haltung. Unterstütze dich gerne mit Kissen oder Decken, sodass du wirklich bequem liegst oder sitzt.
Achte dabei auf eine ruhige, gleichmäßige Atmung durch die Nase und lasse den Atem einfach kommen und gehen, ohne ihn zu steuern.
Wenn du dir mehr Orientierung wünschst, kann es hilfreich sein, dich durch eine geführte Praxis begleiten zu lassen.

Schritt 2: Gedanken sortieren mit Journaling
Nach der Bewegung ist der Kopf oft etwas klarer. Genau dieser Moment eignet sich gut, um Gedanken aufzuschreiben und innerlich abzuschließen.
Journaling muss dabei nicht aufwendig sein. Es reicht, dir ein paar Minuten Zeit zu nehmen und bewusst zu reflektieren.
Diese drei Fragen können dir den Einstieg erleichtern:
- Was möchte ich loslassen?
- Was war heute positiv?
- Was beschäftigt mich noch?
Es geht nicht darum, perfekt zu formulieren. Stichpunkte genügen vollkommen.

Schritt 3: Den Tag bewusst abschließen
Zum Abschluss kannst du dir ein bis zwei ruhige Minuten nehmen.
Setze oder lege dich bequem hin und schließe die Augen. Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem, ohne ihn zu verändern. Nimm wahr, wie sich dein Atem anfühlt – beim Einatmen und beim Ausatmen.
Dieser kurze Moment kann dir helfen, den Übergang in die Ruhe bewusst wahrzunehmen.

Eine Routine, die sich an dich anpasst
Diese Abendroutine ist bewusst einfach gehalten. Du kannst sie flexibel gestalten, verkürzen oder auch nur einzelne Elemente übernehmen.
Gerade kleine, regelmäßig wiederholte Rituale können langfristig eine große Wirkung entfalten.
Wenn du dir dabei mehr Orientierung wünschst
Wenn du merkst, dass dir diese ruhigen Momente am Abend guttun, kann es hilfreich sein, daraus eine feste Abendroutine entstehen zu lassen, die dich zuverlässig beim Abschalten unterstützt.
In meinem Kurs Abendroutine mit Yin Yoga & Journaling für innere Ruhe begleite ich dich Schritt für Schritt durch genau diese Praxis – ruhig, klar und alltagstauglich.
Fazit
Eine Abendroutine muss weder lang noch aufwendig sein, um wirksam zu sein. Bereits zehn bis fünfzehn Minuten können ausreichen, um den Tag bewusst abzuschließen und zur Ruhe zu kommen. Entscheidend ist nicht die Perfektion, sondern die Regelmäßigkeit.
Vielleicht ist heute ein guter Moment, damit zu beginnen.
